Sep. 9, 2016 | Archiv

Druck zu groß: ÖLV-Präsident Vallon tritt zurück

Christa Grabher

Christa Grabher

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Der Druck war zu viel zu groß geworden – daher trat Ralph Vallon am Donnerstag als Präsident des österreichischen Leichtathletik-Verbandes zurück.

Nach harter Kritik an den Olympiastartern Andrea Mayr und Jenni Wenth hatte es landesweit von Athleten, Trainern und Funktionären einen Aufschrei der Entrüstung gegeben. Die Kritik war heftig wie vom Ex-Weltklasseläufer Wolfgang Konrad, der Vallon jegliche Kompetenz in der Leichtathletik absprach und ihm via Facebook zurief: “Schämen Sie sich!”

Im Grunde genommen hatte schon längst Unmut gegenüber dem Präsidenten geherrscht. Die harsche Kritik nach den Spielen brachte das Fass aber zum Überlaufen. Zumindest wendete Ralph Vallon, seit 2011 im Amt, während einer Vorstandssitzung mit seinem Rücktritt weiteren Schaden von der heimischen Leichtathletik ab. Als Start zu einem Neubeginn…

Große Umstrukturierungen

Denn im ÖLV wird mächtig umstrukturiert. Sonja Spendelhofer, 49, frühere österreichische Meisterin im Kugelstoßen und Diskuswurf, wird als bisher 1. Vize-Präsidentin den ÖLV interimistisch als Präsidentin führen. Neuwahlen stehen am 19. November an. Gregor Högler legte seinen Posten als Vize-Präsident nieder und löst Hannes Gruber als Sportdirektor ab. Gruber Hannes fungiert in Zukunft als Sportkoordinator. Högler bleibt im ÖLV zudem Trainer für den Wurf, wobei er auch gemeinsam mit Sepp Schopf Diskus-Rekordler Lukas Weißhaidinger betreuen wird.

Ungeklärt ist noch die Situation um Österreichs Siebenkampf-Rekordlerin Ivona Dadic. Die EM-Dritte war vor Olympia in Rio von Gregor Högler in der Südstadt betreut worden. Doch mit seinen jetzt übernommenen Funktionen kann dies, wie die “Krone” schon zuvor berichtet hatte, Högler nicht mehr weiterführen. Möglicherweise übernehmen Philipp Unfried und Wolfgang Adler gemeinsam die Betreuung von Dadic.

Die Personalpolitik, die Herr Vallon in den letzten 5 Jahren betrieben hat, ist auch mehr als fragwürdig. Als letztes »Opfer” wurde nach Rio dem ÖLV-Trainer Herwig Grünsteidl, der auch Zehnkampf-Ass Dominik Distelberger betreut, die Kündigung wegen Erfolgslosigkeit ausgesprochen. Grünsteidl war und ist einer der besten Leichtathletik-Trainer in Österreich und eine Rücknahme dieser Kündigung wäre mehr als angebracht...

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