Aug. 20, 2026 | News

Posch, Mohr und Redlinger bei EM in Birmingham

Teresa Posch

Teresa Posch

Mit Isabel Posch und Lisa Redlinger von der TS Lustenau sowie Theresia Emma Mohr von der TS Egg haben drei Vorarlberger Athletinnen Österreich bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham vertreten. Isabel Posch war dabei gleich in zwei Bewerben im Einsatz: über 100 Meter sowie mit der österreichischen 4-mal-100-Meter-Staffel.

Foto ÖLV@amri.sports

Isabel Posch fehlt über 100 Meter der Rückenwind

Isabel Posch eröffnete am ersten Wettkampftag die Europameisterschaften für das österreichische Team. Die 26-Jährige wurde über 100 Meter in den zweiten von drei Vorläufen gelost. Da es keine direkten Aufstiegsplätze gab, qualifizierten sich die zwölf Zeitschnellsten aus allen drei Läufen für das Semifinale.

Während der erste Vorlauf noch von starkem Rückenwind von 3,2 Metern pro Sekunde profitierte, war der Wind bei Poschs Lauf vollständig eingeschlafen. Nach einem etwas verhaltenen Start mit einer Reaktionszeit von 0,166 Sekunden konnte sie im weiteren Rennverlauf keine Plätze mehr gutmachen. Mit 11,48 Sekunden belegte sie Rang sieben in ihrem Vorlauf und Gesamtrang 19.

„Eigentlich habe ich mich recht gut gefühlt. Ich kann selbst noch nicht ganz genau sagen, woran es gelegen hat, mein Trainer wird es mir dann schon sagen. Insgesamt ist es doch recht enttäuschend. Die Regel ohne große Q’s zum Aufstieg finde ich nicht schlecht, allerdings ist es bei den Windunterschieden natürlich nicht ausgeglichen. Ich freue mich jetzt auf das Training am Mittwoch für die Staffel, so Posch nach ihrem Lauf.

Foto ÖLV@amri.sports

Mutiger Auftritt von Lisa Redlinger

Lisa Redlinger feierte über 5.000 Meter ihr Debüt bei einer Europameisterschaft der Allgemeinen Klasse. Die 23-Jährige war als Zwölfte der Meldeliste nach Birmingham gereist und hatte sich eine Top-Ten-Platzierung sowie einen Angriff auf den österreichischen Rekord vorgenommen.

Das Rennen entwickelte sich jedoch deutlich taktischer als erhofft. Redlinger hielt sich von Beginn an im vorderen Teil des Feldes auf und schob sich nach 800 Metern bereits auf Rang drei. Auch danach präsentierte sie sich mutig und übernahm vier Runden vor dem Ende sogar die Führung.

Als die Favoritinnen das Tempo deutlich erhöhten, musste die Vorarlbergerin jedoch für ihre wiederholten Vorstöße bezahlen und fiel zurück. In 15:57,20 Minuten belegte sie schließlich den 17. Rang. Auch wenn es nicht zur erhofften Bestzeit reichte, zeigte Redlinger bei ihrem ersten Auftritt auf dieser großen internationalen Bühne ein beherztes Rennen und sammelte wertvolle Erfahrungen.

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Theresia Emma Mohr beendet EM-Debüt auf Rang 22

Am Vormittag des sechsten Wettkampftages waren erneut zwei ÖLV-Athletinnen sowie die österreichische 4-mal-100-Meter-Staffel im Einsatz. Frühmorgens gab zunächst Theresia Emma Mohr ihr EM-Debüt im Halbmarathon-Gehen. Danach startete Verena Mayr in den zweiten Tag des Siebenkampfes, ehe die 4-mal-100-Meter-Staffel mit Karin Strametz, Magdalena Lindner, Christania Williams und Isabel Posch ihren Vorlauf bestritt.

Die erst 19-jährige Theresia Emma Mohr absolvierte die 21,0975 Kilometer lange Strecke in 1:40:59 Stunden und belegte damit den 22. Rang. Für die junge Athletin der TS Egg, die sich über das World Ranking für Birmingham qualifiziert hatte, war der Start bei den kontinentalen Titelkämpfen ein weiterer wichtiger Schritt in ihrer noch jungen internationalen Karriere.

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ÖLV-Staffel fehlen nur 0,24 Sekunden auf das Finale

Die österreichische 4-mal-100-Meter-Staffel der Frauen hatte den nationalen Rekord in dieser Saison bereits zweimal verbessert und schließlich auf 43,11 Sekunden gesteigert. Entsprechend groß war die Vorfreude des Quartetts auf den gemeinsamen Auftritt bei der EM. Gegenüber dem Rekordlauf wurde die Aufstellung leicht verändert, da die beiden Kurvenläuferinnen ihre Positionen tauschten.

Die Nationalstaffel bekam im ersten Vorlauf Bahn sieben zugelost. Für den Finaleinzug qualifizierten sich die jeweils drei besten Staffeln der beiden Vorläufe sowie die zwei weiteren zeitschnellsten Teams.

Karin Strametz übernahm die Startphase und brachte die österreichische Staffel mit einem explosiven Lauf hervorragend ins Rennen. Auch die erste Übergabe auf Magdalena Lindner klappte ausgezeichnet. Die Niederösterreicherin zeigte auf der Gegengeraden einen gewohnt flüssigen Lauf und übergab den Staffelstab anschließend an Christania Williams.

Mit einem starken Kurvenlauf brachte Williams das österreichische Quartett auf die vierte Position nach vorne. Bei der letzten Übergabe musste Schlussläuferin Isabel Posch nach einem sehr motivierten Start noch einmal etwas Tempo herausnehmen und verlor dadurch wertvollen Boden. Trotz ihres hohen Speeds auf der Zielgeraden konnte die Vorarlbergerin den Rückstand nicht mehr vollständig wettmachen.

Mit 43,37 Sekunden belegte Österreich im ersten Vorlauf den fünften Rang. Danach begann das Warten auf die Ergebnisse des zweiten Laufes, in dem jedoch vier Staffeln schneller waren. So blieb dem ÖLV-Quartett trotz der zweitschnellsten Zeit der österreichischen Geschichte nur der undankbare neunte Gesamtrang. Lediglich 0,24 Sekunden fehlten auf den Einzug ins EM-Finale.

Für den Vorarlberger Leichtathletik-Verband bleibt dennoch eine erfreuliche Bilanz: Drei VLV-Athletinnen waren bei den Europameisterschaften der Allgemeinen Klasse vertreten und präsentierten sich in drei unterschiedlichen Disziplinen auf der großen internationalen Bühne.

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