Maringgele-vs-Maringgele

Beim 1. Dornbirner Silvesterspringen am 31.12.2020 hatten Vorarlbergs Athleten/innen noch eine letzte Chance, Hallenrekorde zu überbieten. Wie jetzt bekannt wurde, hat nach Tosin auch Alexander Maringgele vom SV Lochau einen neuen VLV Hallen-Rekord aufgestellt. "Maringgele holt 30 Jahre alten Rekord von seinem Vater" ist doch mal eine außergewöhnliche Schlagzeile. Allerdings wusste sein Vater Andreas, der zudem auch noch Trainer beim SV Lochau ist, gar nicht, dass er 3 Jahrzehnte im Besitz dieser Bestmarke war. Dieser Rekord musste jedoch vom VLV neu geprüft werden und ist nun auch als korrekt bestätigt worden. Aber erst mal der Reihe nach:

Laut Meinung des VLV gehörte der letzte U16 VLV Weitsprung-Rekord (6,37m) von 2018 Oluwatosin Ayodeji. Jetzt stellte sich aber heraus, dass Tosin, der 2018 noch Deutscher Staatsbürger war und erst im Jänner 2019 eingebürgert wurde, nach ÖLV Verfassung weder VLV noch ÖLV Rekordhalter sein kann. Irrtümlicherweise stand Jonas Unterkircher (5,76m) in der VLV Bestenliste von 2014 (dieser erschien auch auf der ÖLV Homepage Rekordentwicklung Halle VLV Weit U16). Gerd Kremmel vom VLV hat nun die Bestenliste neu geprüft und ist dann zum überraschenden Ergebnis gekommen, dass die eigentliche Bestmarke im Weitsprung U16 von Andreas Maringgele ist. Das heißt, dass Alexander mit seiner neuen persönlichen Bestleistung von 6,20m am letztmöglichen Tag den Rekord seines Vaters und Trainer Andreas ablöst, welcher am 3.2.1990 in Dornbirn mit 5,81m aufgestellt wurde. (Damals gab es noch keine Datenbank). Für beide Maringgeles ein wunderschönes Neujahrsgeschenk nach einer verletzungsbedingten Saison. 

Wir entschuldigen uns für den Fehler und gratulieren der Familie Maringgele zu dieser erfreulichen und tollen Leistung! 


(Foto Alexander Maringgele VLV M. Gasser)